27

Mai

2019

100 Tage StadtBus-Linien in Schmölln

„Heimi“ und „Fridolin“ erobern die Bevölkerung

Mit der ersten Umsetzungsstufe des ÖPNV-Projektes „Schmölln macht mobil“ wurde der öffentliche Nahverkehr im Stadtgebiet Schmölln im südlichen Altenburger Land durch die zusätzlichen Verbindungs- und Umsteigemöglichkeiten zur echten Alternative für die Anwohner.

Am 7. Dezember des letzten Jahres erfolgte der Startschuss für die beiden neuen StadtBus-Linien H und F, die das bestehende Liniennetz in Schmölln erweitern. Linie H – von Schmöllns Grundschülern „Heimi“ getauft – startet im Westen der Stadt am Förderzentrum, fährt über die Lohsenstraße zum Markt und passiert anschließend die Friedrich-Naumann-Straße und das Gymnasium um zum Bahnhof zu fahren. Linie F – „Fridolin“ – beginnt im Osten der Stadt an den Queeren fährt die Wohngebiete Weidengrund, Wartenberg und auch den Friedhof an und endet am Bahnhof bzw. Markt.

Die Ergänzung des bestehenden Verkehrsangebotes ermöglicht allen Fahrgästen durchgehend regelmäßige Fahrten von morgens bis abends und am Wochenende. Mehr Haltestellen sorgen für kürzere Wege und eine flächendeckende Bedienung. Direkte Anfahrten der Wohngebiete am Wartenberg und am Weidengrund verbinden die Anwohner mit dem Markt, dem Bahnhof und vielen weiteren Zielen, denn der Zug- und Regionalverkehr ist direkt verknüpft. Die neue Haltestelle „Friedrich-Naumann-Straße“ wurde von den dortigen Anwohnern sofort rege genutzt. Die Schmöllner freuen sich auch über die neu aufgestellten Bänke an den Haltestellen. Die Stadt Schmölln befindet sich derzeit gemeinsam mit dem Busunternehmen THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft mbH in der Prüfung, an welchen Haltestellen weitere Bänke folgen könnten.

100 Tage StadtBus-Linien in Schmölln

Die Freude der Schmöllner über Ihre StadtBusse ist seit der Einführung ungebrochen. Mehr als 7.000 Schmöllner werden durch die neuen Haltestellen und Fahrtzeiten besser angebunden. Jetzt zieht es viele Bürger wieder öfter nach draußen, die THÜSAC erhofft sich dadurch eine weitere Erhöhung der Fahrgastzahlen: „Die Anzahl der im Stadtverkehr beförderten Fahrgäste hat sich in den ersten 100 Tagen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Diese Entwicklung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“, freut sich Tatjana Bonert, Geschäftsführerin der THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft mbH.

Auch Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade äußert sich positiv: „Ich bin glücklich darüber, dass das Projekt „Schmölln macht mobil“ nun in die nächste Umsetzungsstufe geht. Der zweite Projektschritt, die Dörfer im Umland anzubinden, ist sehr wichtig für den öffentlichen Nahverkehr und für die Bevölkerung. Ich sehe das als Daseinsfürsorge, um das Leben im ländlichen Raum noch attraktiver zu gestalten, gerade auch für ältere Menschen.“

Landrat Uwe Melzer erläuterte zur Umsetzung des Projektes in der Region: “Die Verbesserung des Nahverkehrs im ländlichen Raum ist eines unserer wichtigsten verkehrspolitischen Ziele. Jenseits der Städte sinkt die Attraktivität des ÖPNV sehr stark und wird zum Großteil durch den Schülerverkehr bestimmt. Dieses Angebot ist jedoch zu wenig, um allen Menschen gleichermaßen Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben zu ermöglichen. Auch und vor allem mit der geplanten Optimierung des Regionalverkehrs im gesamten südlichen Altenburger Land im kommenden Jahr wird ein ÖPNV-System etabliert, auf dem etwa 38.000 Menschen ihre Alltagsmobilität neu aufbauen können.“