Verstehen heißt: Dabei sein
Ein Artikel in Leichter Sprache
Texte prüfen in Torgau
In den Elbaue-Werkstätten in Torgau arbeiten Menschen mit Beeinträchtigung.
Sie prüfen Texte in Leichter Sprache.
Sie lesen jeden Satz genau.
Sie prüfen jedes Wort.
So finden sie heraus:
Verstehen andere Menschen den Text gut?
So arbeitet die Prüf-Gruppe
Die Prüf-Gruppe trifft sich regelmäßig.
Mandy Hüfner leitet die Gruppe.
Sie erklärt schwierige Wörter.
Sie stellt Fragen.
Die Gruppe sagt ihre Meinung.
Die Menschen in der Gruppe sind wichtig.
Sie gehören zur Zielgruppe.
Das heißt:
Die Texte sind für sie gemacht.
Ein Beispiel aus der Arbeit
Heute sind drei Personen da:
Marcel, Franzi und Robert.
Sie haben schon gearbeitet.
Zum Beispiel in der Wäscherei oder in der Montage.
Jetzt prüfen sie Texte vom MDV.
Mandy Hüfner hilft ihnen dabei.
Die Texte sind schon in Leichter Sprache geschrieben.
Aber die Gruppe prüft alles noch einmal genau.
Sie schauen:
- Sind die Wörter gut verständlich?
- Passen die Bilder?
- Funktionieren die Links?
Die Gruppe verbessert den Text
Franzi sagt:
„Informationen ist zu lang.“
Sie sagt:
„Infos ist besser.“
Die Gruppe stimmt zu.
Neben dem Text ist ein Bild.
Franzi sagt:
„Das verstehe ich nicht.“
Die Gruppe sucht ein besseres Bild.
Mandy fragt:
„Was ist ein Clip?“
Robert sagt:
„Das ist ein Kurz-Video.“
So erklären sie schwierige Wörter.
Die Gruppe prüft auch die Internet-Seite.
Marcel sagt:
Er erkennt die Links nicht gut.
Dann müssen die Links geändert werden.
Robert sieht:
Eine Bild-Unterschrift ist schlecht zu sehen.
Die Gruppe sagt:
Die Bild-Unterschrift muss nach oben.
Kleine Änderungen sind wichtig.
Ein Wort kann viel verändern.
Ein Bild kann viel helfen.
Nach der Arbeit
Nach etwa einer Stunde ist die Gruppe fertig.
Alle sind müde.
Aber alle sind zufrieden.
Die Gruppe bekommt Geld für die Arbeit.
Das Geld steht am Ende des Monats auf dem Lohn-Zettel.
Die Arbeit macht der Gruppe Spaß.
Sie ist eine gute Abwechslung zum Alltag.
Am Ende machen sie ein Gruppen-Foto.
Sie planen den nächsten Termin.
Dann gehen alle nach Hause.
Die Elbaue-Werkstätten
Die Werkstätten gibt es seit 1990.
Dort arbeiten etwa 300 Menschen.
Die Menschen haben unterschiedliche Beeinträchtigungen.
Zum Beispiel:
- geistige Beeinträchtigung
- körperliche Beeinträchtigung
- seelische Probleme
Die Menschen arbeiten in vielen Bereichen:
- Küche
- Wäscherei
- Tischlerei
- Metall-Arbeit
- Garten-Arbeit
Die Arbeit ist echte Arbeit.
Die Menschen haben feste Arbeits-Zeiten.
Sie haben auch Urlaub.
Warum die Arbeit wichtig ist
Viele Menschen wissen nicht:
Was können Menschen mit Beeinträchtigung?
Oft werden ihre Fähigkeiten unterschätzt.
Das bedeutet:
Andere denken, sie können weniger als sie wirklich können.
Die Werkstätten wollen das ändern.
Sie zeigen:
Diese Menschen können viel leisten.
Tag der Inklusion am 8. Mai
Am 8. Mai gibt es ein Fest.
Das Fest heißt: Tag der Inklusion.
Inklusion bedeutet:
Alle Menschen gehören dazu.
Auch Menschen mit Beeinträchtigung.
Der Eintritt ist kostenlos.
Das Fest findet hier statt:
Laga-Gelände
Am Stadtpark
04860 Torgau
An diesem Tag können Besucher kommen.
Viele Gruppen machen mit.
Zum Beispiel:
- Kinder-Gärten
- Therapie-Stellen
- Firmen aus der Region
Es gibt auch:
- Musik
- Spiele
Das MDV-Info-Mobil ist auch bei dem Fest.
Das ist ein großes Auto, in dem Mitarbeiter vom MDV arbeiten.
Mitarbeiter vom MDV-Info-Mobil können Fragen beantworten.
Zum Beispiel:
Fragen zu Fahr-Plänen.
Die Mitarbeiter können auch beraten.
Zum Beispiel:
Dieses Abo passt gut zu Dir.
Die Mitarbeiter können die App MOOVME zeigen.
Bildnachweise
In der Reihenfolge ihres Erscheinens:
- die Prüfgruppe vor den Elbaue-Werkstätten: Texterkolonie, Michael Herrmann
- Prüfen ist wichtig: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers