Schmölln macht mobil

In den letzten 25 Jahren vollzogen sich starke Veränderungen im Altenburger Land:

Einwohner verließen den Landkreis. Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter. Es etablierten sich neue Handelsstrukturen. Die Standorte für Bildung und der medizinischen Versorgung haben sich ebenfalls gewandelt. Das Eisenbahnnetz wurde systematisch verbessert. So verbindet der Regionalexpress die Stadt Schmölln stündlich mit Gera und Ronneburg, das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz schafft eine regelmäßige Verbindung nach Zwickau und Leipzig. Im Busverkehr wurde auf die Veränderungen sehr stark mit Kürzungen reagiert. Er entspricht vielerorts nicht mehr den Bedürfnissen der Bevölkerung an zeitgemäßer Mobilität.

Vor diesem Hintergrund hat der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV), zusammen mit dem Landkreis Altenburger Land und der Thüringisch-Sächsischen Personennahverkehrsgesellschaft (THÜSAC), beschlossen den öffentlichen Verkehr in der Region zukunftsfähig umzugestalten. Seit Oktober 2015 arbeiten wir im Rahmen des vom Freistaat Thüringen geförderten Pilotprojektes „Schmölln macht mobil“ an der Planung eines neuen Mobilitätskonzeptes. Unterstützt werden wir dabei zudem unter anderem von der Stadt Schmölln und der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen (NVS).

Erste Planungsergebnisse werden im Frühjahr 2017 erwartet.

Was soll erreicht werden?

Im Rahmen des Projektes „Schmölln macht mobil“ soll ein zukunftsfähiges Konzept für den Busverkehr im südlichen Altenburger Land erarbeitet werden. Im Fokus stehen eine verbesserte Anbindung der Orte an das lokale Zentrum Schmölln, an die Kreisstadt Altenburg, nach Gera, Zwickau und Leipzig sowie die inner- und nachbargemeinschaftliche Erschließung. Weiterhin werden eine verbesserte Verknüpfung zwischen Bus und Bahn und eine Optimierung landkreis- und länderübergreifender Verkehre angestrebt.

Dominiert derzeit der Schülerverkehr die Angebotsstruktur des Busverkehrs, soll das neue Konzept zu vertakteten, ganztägigen Angeboten führen, die den ÖPNV neben den Schülern für jedermann nutzbar machen sollen. Weitere Zielgruppen, wie zum Beispiel Pendler und Freizeitnutzer/Einkäufer werden dementsprechend in die Betrachtungen mit einbezogen, um Bus und Bahn im ländlichen Raum als Alternative zum (Zweit-)Pkw etablieren zu können.

Wie ist der aktuelle Stand?

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die Stärken und Schwächen des aktuellen ÖPNV-Netzes, sowie die zu erwartende Bevölkerungs- und Gewerbeentwicklung analysiert. Daraus ergaben sich erste, grobe Vorgaben an das zukünftige Busnetz.

In einem zweiten Schritt wollten wir in einer großen Bürgerbefragung von den Bewohnern des Landkreises Altenburger Land wissen, was für Erwartungen und Wünsche sie für ein zukünftiges Busnetz haben. Die Auswertung brachte für uns wichtige Erkenntnisse für unsere Planungen. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Teilnehmern für ihre Mithilfe bedanken.

Derzeit befindet sich das Projekt in der Detail-Planungsphase. Es werden mehrere Varianten erarbeitet, die die vorhandenen Rahmenbedingungen in unterschiedlicher Weise berücksichtigen. Dabei greifen wir auch auf Erfahrungen zurück, die wir in unseren anderen Projekten bereits gemacht haben.

Wie geht es weiter?

Die erarbeiteten Planungsvarianten werden demnächst einem eingehenden Vergleich unterzogen. Die sich daraus ergebende Vorzugsvariante wird anschließend zur Umsetzung empfohlen. Über die Umsetzung entscheidet die lokale/regionale Politik.

Die Umsetzung der Planungen soll in einem Folgeprojekt erfolgen, das an das derzeitige Projekt nahtlos anknüpft.

Projektpartner

Wappen Landkreis Altenburger Land

Logo NVS Thüringen

Logo Thuesac

Stadt Schmoelln

Bitte beachten Sie, dass eine Veröffentlichung einzelner Meinungsäußerungen hier nicht geplant ist. Fragen werden zudem nicht im direkten Dialog beantwortet. Vielmehr werden Fragen, Anregungen und Stellungnahmen themenspezifisch zusammengefasst und in regelmäßigen Zeitabständen an dieser Stelle öffentlich gemacht.