Geschichtliche Spurensuche durch Torgauzurück

Details

Auf diesem Stadtrundgang durch Torgau lässt sich einiges entdecken: Das größte deutsche Schloss der Frührenaissance, Wirkungsstätten der Reformation, viel Grün und bärenstarke „Schlossbewohner“. Auch die jüngere Geschichte ist anschaulich in Ausstellungen aufgearbeitet.

Tourverlauf

 
START: Von Leipzig kommend erreichen Sie Torgau mit der S-Bahn S4 und dem Zug RE 10. Aus Dahlen fährt der PlusBus 781 regelmäßig nach Torgau.
 
Nachdem Sie den Bahnhof Torgau verlassen haben, begeben Sie sich in Richtung Hauptstraße und folgen dem Weg durch einen kleinen Park, der Sie in die Innenstadt von Torgau führt. Vorbei an einem Heldenfriedhof kommen Sie zur Bahnhofstraße und erhalten einen ersten Eindruck dieser alten Stadt mit seinen Mietshäusern und Villen der Gründerzeit. Dieser Straße folgen Sie, bis Sie den Friedrichplatz mit einem kleinen Park erreichen.
 
Nun lenken Sie Ihren Weg links bis zur Wittenberger Straße und tauchen in das Innenstadtensemble ein. Folgen Sie der Wittenberger Straße, die in die Breite Straße übergeht, bis zur Leipziger Straße, Sie erreichen dann den imposanten Markt mit seinem alten Rathaus. Dieses war im 16. Jahrhundert eines der größten Rathäuser gemessen an seiner Ausdehnung. Hier befinden sich u.a. die Tourist-Information und die Stadtverwaltung.
 
Entlang des Marktes finden Sie verschiedene Einkehrmöglichkeiten sowie das Rathaus mit dem Torgau Informations-Center.
 
Folgen Sie vom Markt der Schlossstraße, dann erreichen Sie in Kürze das Schloss Hartenfels, heute Sitz des Landrates des Landkreises Nordsachsen und Herberge verschiedener Museen und Ausstellungen.
 
Das Schloss Hartenfels gehört zu den größten und am besten erhaltenen Schlössern der Frührenaissance in Deutschland. Von hieraus wurden die Geschicke Sachsens und der Reformation gelenkt. Das belegt auch die Ausstellung im Jahr 2015 unter dem Motto „Luther und die Fürsten“. Im Schloss finden Sie auch eine Ausstellung „Spuren des Unrechts“ welche auf die Geschichte Torgaus als Haftort im 20. Jahrhundert beleuchtet.
 
Auch zum Schloss gehört der Bärengraben, in dem sich auch heute noch Bären befinden. Die Torgauer selbst und die Torgauer Gäste haben große Freude an diesen Tieren. Schon im frühen Mittelalter wurden in Torgau Bären gefangen und im Bärengraben untergebracht. Stellenweise bis zu 30 Bären sollen sich hier aufgehalten haben.
 
Unterhalb des Schlosses fließt die Elbe und hier befindet sich ein geschichtsträchtiger Ort: Ende April 1945 begegneten sich an dieser Stelle russische und amerikanische Truppen. Noch heute wird in Torgau mit dem Elbe Day an dieses Ereignis erinnert.
 
Entlang der Elbstraße und der Gartenstraße setzen Sie ihren Stadtspaziergang fort und bewegen sich unterhalb des Schlosses entlang eines schön gelegenen kleinen Parks. Über die Bäcker- und Ritterstraße kommen Sie wieder in die Altstadt von Torgau und machen einen kleinen Abstecher in die Stadtkirche Sankt Marien.
 
In dieser Straße befindet sich auch das Stadt- und Kulturhistorische Museum, welches einen Eindruck der Bedeutung Torgaus in der Frühzeit der Reformation darstellt. Diese Einrichtung gehört zum Torgauer Museumspfad.
 
Unweit dieser Einrichtung befindet sich auch die Katharina-Luther-Stube. So außergewöhnlich wie der Reformator war auch die Frau an seiner Seite: 1499 als Tochter eines verarmten Adligen geboren, kam sie mit zehn Jahren in das Kloster Nimbschen. Unter dem Einfluss der Reformation floh sie mit anderen Nonnen nach Wittenberg. 1525 heiratete sie Martin Luther. Nach einem Leben als unentbehrliche Gefährtin und Beraterin an der Seite des Reformators starb Katharina 1552, sechs Jahre nach dem Tode ihres Gatten in Torgau. Heute befindet sich in diesem Haus eine Ausstellung zum Leben der berühmtesten Pfarrfrau der Welt.
 
ZIEL: Ein kurzer Fußweg zurück zum Bahnhof Torgau durch die schöne Renaissancestadt beendet einen historischen und geschichtsträchtigen Ausflug an die Elbe. Vom Bahnhof aus geht es weiter mit dem PlusBus 781 oder der S-Bahn 4.