Im Reich der Steinezurück

Details

Wandern Sie mit uns durch die Hohburger Schweiz im Nordwesten Sachsens. Entnommen aus dem neuen Buch des via reise verlag Berlin, „Ab ins Grüne“. Unterwegs in den Geopark Porphyrland.

Tourverlauf

 
START: Vom Bahnhof Wurzen richten Sie Ihren Weg durch die Innenstadt von Wurzen. Der Weg führt nach links, die Bahnhofstraße stadteinwärts, hier weiter geradeaus durch die verkehrsberuhigte Wenceslaigasse bis zum Markt und von diesem über die Albert-Kuntz-Straße zum Gerhard-Hauptmann-Platz.
 
— 1,0km: Hier halten wir uns links, umrunden ihn ein Stück und biegen links in die Alte Nischwitzer Straße ein. Sie führt uns geradewegs zum Stadtpark von 1879, der bis heute die Grundzüge eines Volkparks aus der Gründerzeit erkennen lässt. So lohnt ein Päuschen am romantischen Fontänenteich. Weiter geht es über den Hauptweg und vorbei am Parkrestaurant zur Juelstraße. Der folgen wir nach rechts, queren die Eilenburger/Kutusowstraße, gelangen so später in die Kleegasse, bleiben aber geradeaus, wenn diese nach rechts abbiegt. Der Weg führt vorbei am Gewerbegebiet Nord und über die Collmener Straße direkt in den Wurzener Stadtwald.
 
— 4,0km: Eine ebenfalls neue „Allee der Jahresbäume“ geleitet uns von hier teils durch Felder zum 162 Meter hohen Spitzberg bei Lüptitz. Mit einem kleinen Schlenker nach rechts passieren wir dabei die beiden idyllischen wassergefüllten Steinbrüche. Dann geht es auf dem Weg Am Spitzberg und weiter über die Friedrich-Engels-Straße nach Lüptitz hinein. Linker Hand grüßt der Wolfsberg, der ebenfalls einen Steinbruch unter sich birgt.
 
— 7,0km: In Lüptitz halten wir uns am Platz der Freundschaft – an dem auch eine große Wandertafel noch mal die Region zeigt – links. So kommen wir über die Clara-Zetkin-Straße und dann, rechts abzweigend, über die Alte Hohburger Straße nach etwa 2 Kilometern zum Naturschutzgebiet Kleiner Berg in Hohburg. Unterwegs grüßt links noch der Kaolinsee. Im Wald zweigt dann rechts der Ameisenweg ab, der uns zu zwei geologisch spektakulären Stellen führt: erst Gletscherschliffe, dann Windschliffe. Tafeln erläutern, was es damit auf sich hat. Willkommen auf dem Bergbaupfad!
 
— 9,0km: Am Ende des Ameisenweges weisen Schilder nach links schon nach Hohburg und zum „Museum“, womit das Steinarbeiterhaus gemeint ist. Der Rundweg durch die Hohburger Berge kann beginnen. Er führt erst oberhalb des Ortes durch den Waldweg. An der links abwärts führender Skiwiese überblickt man den Ort bis hinüber zum Kleinen Berg. Doch wir halten uns rechts, passieren das verwaiste Sportheim „Rodelbahn“ sowie den nach rechts steil aufwärts führenden namensgebenden Hang und vertrauen uns fortan den grünen Schildern „Rundweg“ an.
 
— 11,5km: Gleich drei Steinbrüche säumen die Strecke, alle gut beschildert, und auf halber Strecke lockt auch eine Schutzhütte zum Verweilen. Weiter oben am Nordhang des 240 Meter hohen Löbenberges sei dann eine kleine Gedenkminute gestattet: an die frühere Ernst-Thälmann-Schanze. Sie wurde 1950 von Aussiedlern aus dem Riesengebirge errichtet und galt zu DDR-Zeiten als Pilgerort für Wintersportfreaks im Flachland – auch wenn der Schanzenrekord nur bei 34 Metern lag. 1975 musste sie indes wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Nur ein paar Porphyrsteine erinnern noch daran, wo sich der Schanzentisch befand.
 
— 12,7km: Weiter geht es auf dem Rundkurs erst zum Galgenberg und dann zum Kirschberg, von wo sich bei guter Sicht der Collm bei Oschatz ausmachen lässt – und schließlich zurück zum Steinarbeiterhaus. Das ist auf jeden Fall einen Besuch wert, nicht nur weil es in den ehrgeizigen Plänen der Region eine tragende Rolle spielt: Denn inzwischen liegt bei der UNESCO in Paris eine 1.000-seitige Antragsschrift vor, um den Geopark Porphyrland ins Weltkulturerbe einzureihen.
 
Der Besuch des Museum Steinarbeiterhaus, das die Lebensweise der Steinbrecher und die Geschichte der hiesigen Natursteinindustrie erzählt, lohnt sich.
 
— 18,0km: Für den Rückweg schlagen Sie den Weg der Hintour ein. Wer die Tour gleich hier beenden möchte kann auch ab Hohburg den Bus nach Wurzen nutzen. Die Linie 672 bringt Sie in 20 Minuten zurück nach Wurzen.
 
ZIEL: Vom Bahnhof Wurzen erreichen Sie Leipzig und Oschatz mit dem RE 50 und der S-Bahn S4.