22

Feb

2018

Positionierung zur aktuellen Initiative der Bundesregierung zum Nahverkehr

Wir begrüßen die angestoßene Initiative der Bundesregierung an die EU grundsätzlich sehr, dem ÖPNV bei der Erreichung der klimapolitischen Ziele eine neue tragende Rolle zukommen zu lassen und wünschen uns ausdrücklich, dass daraus eine breitere Diskussion erwächst.

Im Rahmen der MDV-Strategie 2025 haben wir für den mitteldeutschen Raum bereits konkrete Vorhaben initiiert, die in dem Kontext eine Bereicherung auf der Suche nach guten und realistischen Lösungen sein können.

Beispielsweise mit der Verkehrsoffensive in den Landkreisen, dem Ausbau der Multimodalität in Halle und Leipzig und der Untersuchung ergänzender Finanzierungsmöglichkeiten haben die Unternehmen und Aufgabenträger im Verbund sehr konkrete Vorhaben angestoßen.

Die Fahrgastzuwächse von mehr als 25 Millionen Fahrten in den letzten Jahren nach dem Ausbau der Straßenbahnsysteme in Halle und Leipzig, der Einführung des mitteldeutschen S-Bahn-Systems und den neu ausgerichteten Bussystemen in Teilen der Landkreise sind ein messbarer Indikator dafür, wie nachhaltiges Mobilitätsverhalten durch klare Angebotsoffensiven positiv beeinflusst werden kann.

Wir sind davon überzeugt, dass die klimapolitischen Ziele nur dann erreicht werden, wenn erweiterte und neue Mobilitätsmöglichkeiten wie diese geschaffen werden, um die vielen individuellen Lebenssituationen anzusprechen.

Entscheidend ist dabei einerseits, nicht nur über einen kostenfreien ÖPNV zu diskutieren. Sondern vielmehr erweiterte Angebote in den gesamten  Verkehrsräumen  bestehend aus Städten UND ländlichen Regionen zu schaffen.

Deshalb wollen wir in unseren Gremien ausloten, wie wir als gesamter Verbundraum eine weitere Modellregion im mitteldeutschen Teil der Bundesrepublik werden und diese bundesweite Initiative vor Allem mit weiteren Inhalten modellhaft begleiten könnten.