05

Nov

2014

Interessensvertreter und Experten diskutierten die künftige Sicherung der Daseinsvorsorge

Den demografischen Wandel gestalten

Bei einem Workshop sind gestern im Historischen Stadtgut Löbejün Vertreter aus Politik und Wirtschaft mit unterschiedlichsten Interessensvertretern und Experten zusammengekommen, um über zukunftsfähige Strategien und Konzepte für die öffentliche Daseinsvorsorge – z. B. Schulen, Hausärzte und Nahversorgung – zu beraten. Unter den Teilnehmern waren die Bürgermeisterin der Stadt Wettin-Löbejün sowie Vertreter der Regionalen Planungsgemeinschaft Halle, des Landkreises Saalekreis, des Omnibusbetriebs Saalekreis (OBS), des Gesundheitsamtes Saalekreis, des lokalen Leader Managements und des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV).

Im Kern ging es darum, wie es auch trotz des demografischen Wandels gelingen kann, den Zugang zu Schulen, Einkaufsgelegenheiten, medizinischen Einrichtungen und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu sichern. Sowohl die derzeitige als auch die zukünftige Situation in den einzelnen Daseinsvorsorgebereichen wurden analysiert. Diskutiert wurde auch über die spezifischen Herausforderungen, wie beispielsweise die Feinerschließung durch den Öffentlichen Nahverkehr, die Kommunikation zwischen der Verwaltung und anderen Funktionsbereichen und die Lebensqualität der Bewohner. Zudem wurden Erfahrungen über flächendeckende und ganztägige Angebot mit flexiblen Rufbussen ausgetauscht.

Im Folgenden werden nun die Ideen und Lösungsvorschläge aus der Veranstaltung analysiert, ausgewertet und in die Strategieentwicklung einbezogen. Die Ergebnisse werden in einem zweiten  voraussichtlich im Februar 2015 diskutiert.

Wettin-Löbejün ist neben den Räumen Torgau in Sachsen und Meuselwitz in Thüringen eine von drei Fokusregionen in diesem Projekt. Für sie sollen
exemplarisch Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die bis zum Jahr 2030 tragen. Den Hintergrund bildet das Forschungsprogramm zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden (FoPS)  Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastrukturen (BMVI). Dabei entwickeln drei Ingenieurbüros gemeinsam mit Akteuren aus der Region Konzepte für die Sicherung der Daseinsvorsorgeleistungen.

Partner des Projekts:
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastrukturen (BMVI)

KCW GmbH, Strategie- und Managementberatung
proloco, Stadt und Region, Planung und Entwicklung
GGR, Gertz Gutsche Rümenapp, Stadtentwicklung und Mobilität, Planung
Beratung Forschung GbR

Regionale Ansprechpartner/Mitwirkende:
Regionale Planungsgemeinschaft Halle
Regionale Planungsgemeinschaft Ostthüringen
Regionaler Planungsverband Leipzig-Westsachsen

Burgenlandkreis
Saalekreis
Altenburger Land
Landkreis Leipziger Land
Landkreis Nordsachsen

Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL)
Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA)
Nahverkehrsservice Thüringen (NVS)
Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV)